Themen, Formate, Zielgruppen – Wo finde ich was?
Auf dieser Seite finden Sie nähere Informationen zu den Filtern, die bei der Suche nach passenden Bildungsangeboten auf dem Kompass Globalen Lernen genutzt werden können.
Zu den „Themenbereichen“:
Alle Bildungsangebote sind mindestens einem, meist aber mehreren Themenbereichen zugeordnet. Umgekehrt weisen die Angebote, die in einem Themenbereich vorzufinden sind, also oft verschiedene Ausrichtungen auf und adressieren oft noch weitere Themenbereiche mit. Die zwölf Themenbereiche sind recht breit gefasst, um überschaubar zu bleiben – daher umfasst jeder Bereich einer Reihe verschiedener Unterthemen.
Bildung / Globales Lernen & BNE:
Diese Kategorie umfasst Angebote, die Bildung als Thema des Bildungsangebotes adressieren. Oft ist dies bei Qualifizierungen der Fall, in denen es z.B. um die Vermittlung von Methoden des Globalen Lernens geht oder um neueste Erkenntnisse in der Bildung für Nachhaltige Entwicklung. Aber auch Angebote wie etwa Schulwegvergleiche zwischen Länder des Globalen Nordens und des Globalen Südens sind diesem Themenbereich zugeordnet.
Demokratie / Menschenrechte & Anti-Diskriminierung:
Angebote, die Demokratie thematisieren und fördern, sind hier eingeordnet. Außerdem umfasst diese Kategorie auch alle Angebote, die einen Fokus auf Menschenrechte generell oder auf Rechte von Menschen diverser Gruppen aufweisen. Alle Angebote zu den Stichworten Frauen- und Genderrechte, Kinderrechte, Anti-Rassismus, Inklusion, Rechtsextremismus, Vorurteile und Stereotype usw. sind also hier zu finden.
Entwicklungspolitik & globale Nachhaltigkeit / Gerechtigkeit:
In dieser Kategorie sind Bildungsangebote eingeordnet, die einen generellen, umfassenden Bogen zu entwicklungspolitischen und globalen Themen spannen oder auf theoretische und praktische Konzepte von Entwicklung, Nachhaltigkeit und Gerechtigkeit eingehen. Das sind zum Beispiel Workshops, die eine spielerische Einführung in alle 17 Nachhaltigkeitsziele der UN geben, Vorträge über die Geschichte des Entwicklungsbegriffs oder über Verständnisse und Strategien der Nachhaltigkeit, Diskussionen über verschiedene Facetten globaler Ungerechtigkeiten oder auch etwa dekoloniale Stadtrundgänge und das Reflektieren der eigenen Privilegien.
Frieden & Konflikte / Migration & Flucht:
Angesichts der sich weltweit verschärfenden Konflikte, gewinnt der Fokus auf das Thema Frieden auch in Bildungsangeboten immer mehr an Bedeutung. Wie kann Frieden im Großen und im Kleinen gelingen und wie können Konflikte vermieden und deeskaliert werden? Damit zum Teil verbunden sind die Themen Flucht und Migration, deren Vielfalt und Komplexität durch die Bildungsangebote in dieser Kategorie beleuchtet werden.
Gesundheit & wohlergehen / Gutes Leben:
Hier befinden sich sowohl Angebote, die Gesundheit im engeren Sinne thematisieren, als auch solche, die auf die umfassenderen Konzepte von Wohlergehen und Gutem Leben eingehen. Gesundheit kann sowohl die Präsenz oder Abwehr von Krankheiten meinen, als auch Sport und Bewegung oder etwa hitzebedingte Herausforderungen. In einem umfassenderen Sinn könnte hier zum Beispiel auch eine Zukunftswerkstatt zur Erarbeitung von Visionen für ein Gutes Leben in 2050 zu finden sein.
Klimaschutz & Klimagerechtigkeit:
Diese „Alles rund um Klima“-Kategorie umfasst sowohl Klimaschutz und Klimagerechtigkeit, als auch Klimafolgen, Klimaanpassung, Klimapolitik und alle Angebote, die sich in irgendeiner Form (auch) dem Thema Klima widmen.
Landwirtschaft & Ernährung:
Wie wir uns ernähren ist damit verbunden, wie wir Landwirtschaft betreiben – und die Landwirtschaft wiederum weltweit mit vielen weiteren Problematiken. Alle Angebote zu diesen Themen oder zu Aspekten davon sind dieser Kategorie zugeordnet. Manchmal wird hier sogar gemeinsam gekocht!
Leben & Kultur in anderen Ländern:
Dieser Themenbereich umfasst Angebote, die Teilnehmenden ermöglichen, Leben, Kultur und Werte in anderen Weltregionen kennenzulernen – entweder generell oder am Beispiel eines spezifischeren Themas. Austausch und Perspektivenwechsel stehen im Vordergrund.
Natur & Biodiversität / Wasser & Meer:
Dieser Kategorie sind alle Angebote zugeordnet, in denen Natur eine große Rolle spielt. Natur und Biodiversität als Thema oder als Erlebnisraum, sowie auch Flüsse, Seen, Meer und mehr. Die meisten Angebote, bei denen Umweltbildung im Vordergrund steht, sind also in diesem Themenbereich zu finden. Teilweise können aber auch noch weitere soziale, wirtschaftliche oder politische Aspekte eine Rolle spielen, sei es beim Thema Biopiraterie, Zugang zu Wasser oder virtuelles Wasser in unseren Produkten.
Rohstoffe & Kreislaufwirtschaft:
Die Beschaffung und Entsorgung aller Arten von Rohstoffen samt den damit verbundenen Herausforderungen stehen hier im Vordergrund – aber auch Lösungswege im Sinne von Ressourcenschutz und Kreislaufwirtschaft. Problematiken rund um den Abbau von Koltan im Kongo oder von Lithium in Lateinamerika, Müllberge voller Elektroschrott oder Plastikstrudel im Meer sind hier ebenso Thema, als auch Repair-Initiativen oder Alt-Handy-Sammlungen.
Technologie / Digitalisierung / Mobilität:
Technologien spielen in unserem Leben eine große Rolle und können zum Teil auch für eine nachhaltige Entwicklung hilfreich sein. Auf der anderen Seite zahlen wir dafür meist einen Preis, sei es im umwelt- oder sozialen Bereich. Es gilt also die passende Technik auszuwählen oder sie so zu nutzen, dass positive Effekte vorwiegen und schädliche minimiert werden. Energie- und Mobilitätstechniken sind zum Beispiel sowohl größte Verursacher der Klimakrise als auch größte Hebel zur Veränderung. Informationstechnik, Digitalisierung oder Künstliche Intelligenz sind genauso zweischneidig. Bei den Angeboten, die hier eingeordnet sind, ist oft dieser Zwiespalt sowie die Suche nach oder Vorstellung von Lösungen Thema – manchmal auch auf ganz praktischer Weise, wie bei manchen Bildungsangeboten rund um’s Fahrradfahren.
Wirtschaft & Fairer Handel / Produktion & Konsum:
Woher kommen unsere Produkte? Wer hat sie gemacht und unter welchen Bedingungen? Wie können Wirtschaftsbeziehungen für alle gerechter gestaltet werden und wer kann dazu etwas beitragen? Welche alternativen Ökonomie-Konzepte zielen auf eine nachhaltigere und gerechtere Wirtschaft ab? Bildungsangebote zu diesen Fragen sowie zu den Stichworten Fairer Handel, Lieferketten, Geld und Degrowth sind dieser Kategorie zugeordnet.
Zu den „Zielgruppen“:
Zu den Zielgruppen gibt es weniger zu sagen, da diese recht selbsterklärend sind. Hier also nur ein paar Anmerkungen:
- Bei allen Kinder- und Jugendlichen sind immer sowohl schulische, als auch außerschulische Kontexte gemeint.
- Erwachsene umfasst Erwachsene in diversen Rollen, also sowohl als Privatpersonen, als auch z.B. als Mitarbeiter*innen von Unternehmen und Institutionen, für die manche Bildungsangebote zugeschnitten sind.
- Lehrkräfte / Multiplikator*innen umfasst alle Menschen, die im Bereich Bildung und Erziehung tätig sind oder sich sonstwie mit Globalem Lernen und BNE befassen. Dies umfasst auch angehende Lehrkräfte oder Menschen, die sich zu Bildungsreferent*innen ausbilden lassen möchten.
Zu den „Formaten“:
Ausstellung / Verleihmaterial:
Ausstellungen oder sonstiges didaktisches Material (Rohstoffkoffer, Bildungstasche, Glücksrad usw..) zu diversen globalen und Nachhaltigkeits-Themen stehen bei unterschiedlichen Organisationen zum Verleih zur Verfügung. In vielfältigen Formaten von wenigen Rollups bis hin zu großen interaktiven Elementen, können Ausstellungen von Schulen, aber auch von Institutionen, Organisationen und Unternehmen als passendes, niedrigschwelliges Bildungsformat genutzt werden. Oft werden begleitend zum Ausstellungs- bzw. Materialverleih auch thematisch passende Workshops oder interaktive Führungen angeboten.
Austausch / Chat:
Der Austausch mit Menschen aus anderen Weltregionen kann mittels digitaler Technologien direkt oder indirekt erfolgen. Diese virtuellen Begegnungen werden insbesondere über die Programmlinie BtE chat des im Saarland von NES e.V. koordinierten Programm ‚Bildung trifft Entwicklung‘ angeboten, das gemeinsames Lernen über alle Kontinente hinweg ermöglicht. Kinder und Jugendliche aus Deutschland tauschen sich insbesondere mittels „Live-Chats“ mit Gleichaltrigen in Asien, Afrika und Lateinamerika sowie mit Expert*innen weltweit aus und entwickeln so ein Verständnis für ihre Rolle in einer globalisierten Welt. Auch in diesem Format kann eine große Vielfalt an umwelt-, entwicklungspolitischen und interkulturellen Themen abgedeckt werden, wodurch sich die Projekte für verschiedene Schulfächer und Klassenstufen eignen.
Ferienprogramm:
In den Schulferien bieten verschiedene Organisationen und Bildungsakteure diverse Programme oft über mehrere Tage für Teilnehmende unterschiedlichen Alters und zu verschiedenen global nachhaltigen Themen an. Je nach Alter und Interesse wird zum Beispiel zu nachhaltigen Zielen im Saarland geradelt, als angehende/r „Klimaforscher*in“ mehr über den Klimawandel herausgefunden oder gemeinsam und kreativ Zukunftsvisionen gestalten. Die Angebote der Kategorie „Ferienprogramm“ sind speziell für die Ferienzeit gedacht oder lassen sich in dieser Zeit gut umsetzen.
Lernort / Mobil:
Bei einem Lernort kommt meist nicht der Bildungsanbieter zur Gruppe, sondern die Gruppe zum Lernort – es sei denn es ist ein mobiler Lernort! Auch davon gibt es im Saarland sehr spannende! Auch feste Lernorte sind im Saarland sehr vielfältig und können zum Beispiel ein Garten, ein Schullandheim, ein Klassenzimmer im Wald, ein Bauernhof oder vieles Weitere sein. Einige Lernorte bieten auch eigene Bildungsaktivitäten an, andere fungieren als inspirierende Orte, in denen unterschiedliches stattfinden kann.
Planspiel / Zukunftswerkstatt:
Planspiele und Zukunftswerkstätte sind Sonderformate, die oft etwas mehr Zeit benötigen, als übliche Workshops. Meist gilt es hier, mindestens einen halben Tag einzuplanen, oft ein ganzer, manchmal auch mehrere Tage. Beide Formate sind allerdings unterschiedlich:
Planspiele sind eine handlungsorientierte Methode, mit der sich besonders komplexe Zusammenhänge aus den Bereichen Gesellschaft, Wirtschaft oder Politik veranschaulichen lassen. Die Teilnehmer*innen schlüpfen dabei in verschiedene Rollen von Akteur*innen eines vorgegebenen Szenarios und können dabei selbst die unterschiedlichen Sichtweisen erleben. Sie lassen sich für verschiedene global nachhaltige Themen durchführen.
Eine Zukunftswerkstatt ist eine thematisch offene und teilnehmerbezogene Methode, mit der Gruppen in drei verschiedenen Phasen ermutigt werden sollen, phantasievolle Lösungen für gesellschaftliche Probleme zu entwickeln. Die Zukunftswerkstatt ist durchaus auch für jüngere Teilnehmer*innen im schulischen sowie außerschulischen Bereich geeignet.
Projekttag / -Woche / Reihe / AG:
Hier sind alle Bildungsangebote gemeint, die mindestens einen Tag andauern oder sich gar über mehrere Tage erstrecken. Auch Angebote, die aus mehreren Terminen bestehen oder Angebote, die sich zum Beispiel für eine regelmäßige Schul-AG eignen, sind hier mit einbezogen.
Qualifizierung / Schulung:
Qualifizierungen und Schulungen richten sich an Multiplikator*innen aus unterschiedlichen Kontexten (Lehrkräfte, Erzieher*innen, Bildungsreferent*innen und weitere). Meist haben sie zum Zweck, die Fähigkeiten zur Vermittlung von Nachhaltigkeits-Themen zu verbessern, neue Methoden kennenzulernen usw. Aber auch Austausch-Formate wie Runde Tische oder sonstige, die sich an Multiplikator*innen richten, sind hierunter gefasst.
Rundgang / Führung / Exkursion:
Rundgänge, Führungen und Exkursionen haben gemeinsam: man kommt irgendwie rum. Sei es, um eine Ausstellung kennenzulernen, in einem Schulrundgang die eigene Institution auf Nachhaltigkeit zu begutachten, sich beim „Weltbewussten Rundgang“ über Konsum-Alternativen in der eigenen Stadt auszutauschen oder mit der Gruppe im Wald neues über Mensch und Natur zu erfahren. Als Erlebnis außerhalb des gewohnten Klassenraums bleiben solche Erfahrungen oft leichter in Erinnerung. Sie eignen sich zum Beispiel auch gut für Wandertage – entweder alleine oder in Kombination mit einem weiteren Angebot.
Vortrag / Film / Diskussion:
Vorträge und Filme sind etwas weniger interaktiv und oft kürzer angelegt, als andere Formate. Sie richten sich tendenziell eher an ältere Schüler*innen oder auch an Erwachsene in verschiedenen Kontexten. Sie können einzeln oder auch in Kombination angeboten werden. Meist wird zum Beispiel nach einem Impulsvortrag oder einem Einführungsfilm noch eine Diskussion angeboten, um das gehörte/gesehene zusammen zu reflektieren.
Workshop / Kurs:
In Workshops und interaktiven Kursen wird ein Thema gemeinsam mit den Teilnehmenden bearbeitet. Mit Hilfe interaktiver Methoden und oft anhand konkreter Beispiele werden verschiedene Facetten des Themas verdeutlicht und zusammen auch oft erarbeitet, welche Lösungsansätze und alternativen Handlungsoptionen es gibt. Die Methoden werden entsprechend dem Thema und dem Alter der Teilnehmenden ausgewählt, daher sind Workshops für alle Altersstufen geeignet. Workshops können sowohl in kurzen Einheiten von 1-2 Stunden bis hin nahezu ganzen Tagen angeboten werden. Einheiten, die mindestens einen ganz Tag dauern, sind unter „Projekttag…“ zu finden.
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